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Montag, 02. April 2007
  Stefanie Schaefer: Letzter Einsatz als Vamp




Von Martina Thöne

Stefanie Schaefer: Letzter Einsatz als Vamp wuppertaler bühnen Mezzosopranistin wechselt nach Darmstadt.

Nun ist es offiziell: Zum Ende der Spielzeit muss das Team der Wuppertaler Bühnen ein Abschiedsständchen anstimmen. Stefanie Schaefer verlässt das Opernensemble.

Die Mezzosopranistin wechselt nicht das Fach, allerdings die Bühne: Die gebürtige Frankfurterin zieht es nach Darmstadt. Vorher gewährt Schaefer noch reizende Aussichten: Seit Samstag zeigt sich die Sängerin von ihrer erotischen Seite. François De Carpentries macht’s möglich. Der belgische Regisseur inszeniert „Carmen“ als spannungsreiches Spiel zwischen Leben und Tod, Zuneigung und Abstoßung. Mittendrin liebt, leidet und stirbt Stefanie Schaefer. Ihre „Carmen“ ist eine eigensinnige, erotische Verlockung, die ihre Liebhaber auswählt und verabschiedet, wie es ihr passt. Eine tragische Geschichte also – im echten Leben fällt hingegen kein böses Wort. Im Gegenteil. Generalintendant Gerd Leo Kuck freut sich, dass Schaefer „den Sprung an ein Staatstheater geschafft hat“. Wandelbar, wie sie ist, hat sich die Mezzosopranistin seit der Spielzeit 2002/03 als festes Ensemblemitglied in die Herzen des Wuppertaler Publikums gesungen – unter anderem als Terrorist Omar („The Death of Klinghoffer“), Hänsel („Hänsel & Gretel“) und Eliza („My Fair Lady“) . » S.30 Stefanie Schaefer verlässt das Opernensemble.



Foto: Holger Peters:
Foto: Holger Peters
Stefanie Schaefer

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